Tarcisius

(von Peter Lauschus)

Vor den Calixtus-Katakomben in Rom steht seit 2010 eine 5 Meter hohe Bronzestatue. Sie stellt den heiligen Tarcisius dar, der in dieser unterirdischen Grabanlage beigesetzt worden sein soll. Er lebte der Überlieferung nach in der 2. Hälfte des dritten Jahrhunderts in Rom. In dieser Zeit kam es immer wieder zu Christenverfolgungen. Da er als Jugendlicher unverdächtig war, übertrug die römische Gemeinde Tarcisius den Dienst, den gefangenen Christen die Kommunion zu bringen. Bei einem seiner Botengänge traf er auf heidnische Jugendliche, die von ihm wissen wollten, was er da bei sich trage. Um die Eucharistie zu bewahren, aß er sie schnell auf. Die anderen Jugendlichen waren so erbost, dass sie ihn steinigten.
Tarcisius, dessen Name „der Mutige“ bedeutet, ist der Patron der Ministrant*innen und der Kommunionkinder. Sein Gedenktag ist der 15. August. Da an diesem Tag auch die Aufnahme Mariens in den Himmel gefeiert wird, kommt sein Gedenken meist zu kurz.

Idee:
Vielleicht besteht die Möglichkeit eine Krankenpatene als Aufhänger zu nutzen, wenn man die Geschichte des Tarcisius erzählen will. Entweder man fragt den*die Küster*in, einen der Geistlichen oder vielleicht die*den Gemeindereferent*in. In manchen Gemeinden bringen auch Kommunionhelfer*innen die Kommunion zu den Menschen, die haben dann möglicherweise auch eine Krankenpatene.