Aufbrechen in ein neues Schuljahr

(von Johanna Rüffin)

 

Aufbrechen*

 

Aufbrechen heißt vor allem, aus sich herausgehen, die Kruste des Egoismus zerbrechen, der uns in unser eigenes „Ich“ einzusperren sucht.

 

Aufbrechen heißt, damit aufhören, sich um sich selbst zu drehen, als ob man der Mittelpunkt der Welt und des Lebens wäre.

 

Aufbrechen heißt, sich nicht in den Kreis der Probleme der kleinen Welt einschließen zu lassen, zu der wir gehören. Mag sie so wichtig sein wie immer, die Menschheit ist größer und eben dieser müssen wir dienen.

 

Aufbrechen heißt nicht, Kilometer fressen, Meere überqueren oder Überschallgeschwindigkeit erreichen.

Es heißt vor allem, sich den anderen öffnen, sie entdecken, sich mit ihnen begegnen…

Bild von Tanja-Denise Schantz auf Pixabay

 

In diesem Sinne wünschen wir allen, für die in diesen Tagen die Schule wieder beginnt, einen guten Start ins neue Schuljahr!

 

Mit den Kindern und Jugendlichen in Euren Gruppe könnt Ihr Euch dazu Gedanken machen, was ihnen für den Aufbruch in dieses neue Schuljahr wichtig ist, was sie in den Mittelpunkt ihres Miteinanders stellen wollen.

Hier meine Idee dazu:
Alle Teilnehmer*innen überlegen sich, was ihnen wichtig ist. Die Begriffswahl kann eingeschränkt werden auf Werte oder materielle Dinge. Zusammen könnt ihr die Ergebnisse auf einem Plakat zusammentragen und anschließend darüber diskutieren, auf was davon ihr am ehesten verzichten könnt. Es wird aussortiert, bis am Ende noch drei Begriffe übrig sind.

 

 

 

 

*"Aufbrechen": Text nach von Dom Helder Camara. Trotz umfangreicher Recherche konnten wir den aktuellen Rechteinhaber bislang nicht ausfindig machen. Für Hinweise sind wird dankbar.